Holz aus der Region

Da wir mit unseren Produkten möglichst nachhaltig sein wollen, schauen wir auch auf den Transportweg unsere Holzes.

Dies kommt vorwiegend (wenn möglich) aus dem Thurgau. Es wächst aber nicht alles Holz hier. Zum Beispiel die Arve. Die Arve wächst in der Schweiz zur Hauptsache im Engadin und in den südlichen Walliser Seitentälern. Über 80% gedeihen oberhalb von 1800 m ü.M. (die Hälfte gar oberhalb von 1960 m ü.M.); die untere Arealgrenze wird durch die grössere Konkurrenzkraft der Fichte bestimmt.

Somit haben wir im Thurgau keine Möglichkeit, regionales Holz zu verwenden. Doch Holz aus der Schweiz können wir immer verwenden. Somit kommt mein Arven Holz aus dem Engadin oder dem Wallis.

Ergänzende Informationen zur Arve (Zierbelkiefer)

Die Samenproduktion findet nur alle 6-10 Jahre statt. Im Winter überstehen Arven Temperaturen von bis zu –40°C! Bei der Arve bilden jeweils 5 lange, weiche Nadeln ein Büschel.

Etwa alle 10 Jahre tragen viele Arven gleichzeitig grosse und schwere, nach Harz duftende Zapfen. In Zwischenjahren bilden sie auch einzelne kleine Zapfen. Arven haben einen Partner für ihre Verbreitung: Der Tannenhäher vergräbt Arvennüsse als Nahrungsvorrat.

Arven brauchen einem humushaltigen Boden, um zu keimen. Die vom Tannenhäher versteckten Arvennüsse haben in 3 bis 5 cm Bodentiefe ideale Keimungsbedingungen.

Viele Arven können eine bis zu 1000 Jahre lange Geschichte von Wind und Wetter, Blitz und Dauerfrost erzählen. Übrigens: Haben Sie heute schon Arvenduft geschnuppert? Beinahe jedes Restaurant im Engadin besitzt eine Engadinerstube aus wohlriechendem Arvenholz.

Hier gibt es Tipps rund ums Holz

Welche Eigenschaften werden dem Mondholz zugeschrieben?

  • weniger Schwund und Rissbildung
  • stabiler, verzieht sich weniger
  • resistenter gegen Pilz- und Insektenbefall
  • geeignet für den Instrumentenbau
  • witterungsbeständiger, als konventionell geschlagenes Holz
  • positiver Einfluss auf Körper und Geist
  • besserere Erholung in einem Bett aus Mondholz

Von der Wissenschaft anerkannt

Die Mondholz-Studie von Ernst Zürcher, Forstingenieur und Professor an der Fachhoch-schule für Architektur, Bau und Holz in Biel, weist nach, dass je nach Mondphase geschlagenes Holz tatsächlich unterschiedliche Eigenschaften besitzen. In der breit angelegten Studie wurden an verschiedenen Orten in der Schweiz, insgesamt über 600 Bäume gefällt – vor allem Fichten, Edelkastanien und Weisstannen.
Vor dem Fällen wurde allen Bäumen eine Holzprobe entnommen, die in den späteren Analysen als Referenzwert diente. Der Fällzeitpunkt wurde zusätzlich nach dem Stand des Mondes im Tierkreis bestimmt. Die Bäume wurden zeitgleich an 48 Daten geschlagen, verteilt von Oktober 2003 bis März 2004. Im Labor wurden dann unter anderem Dichte, Druckfestigkeit, Schwindverhalten, Wasseraufnahme und das Verhalten des Holzes gegenüber Witterungseinflüssen gemessen und miteinander verglichen.
Kriterien wie Wasserverlust, Schwindmass und Dichte des Holzes beeinflussen die Qualität für die spätere Verwendung des Holzes beim Haus‑, Möbel- oder Instrumentenbau entscheidend. Die Untersuchungen haben ausserdem gezeigt, dass lunare Rhythmen nicht nur das Splint- sondern auch das sogenannt tote Kernholz beeinflussen. Der Mond spielt demzufolge eine wichtige Rolle beim Trocknungsvorgang und bei der daraus resultierenden Dichte des Holzes.

Zürchers Studie bestätigt zudem auch die Befunde einer frühen Untersuchung der Universität Florenz. Dort verglichen Forscher  unter luft- und wasserdichten Bedingungen den Stammdurchmesser einer normal wachsenden Douglasie mit jenem Stammdurchmesser einer gefällten, von Wurzelstock und Krone befreiten Douglasie. Geschlagen hatte man den Baum 1977 am ersten Frühlingstag. Noch ein Vierteljahr später wies der «tote» Stamm erstaunlicherweise dieselben Schwankungen wie die lebendige Douglasie auf. Die Kurven der beiden Hölzer verliefen den Gezeiten entsprechend. Zu seiner Studie meint Zürcher: «Wir konnten nachweisen, dass die untersuchten Eigenschaften des Holzes tatsächlich ganz subtil im Einklang mit verschiedenen Mondrhythmen variieren.

Von Bernhard Heim, Link